Erasmus+

Erasmus+ soll lebenslanges Lernen fördern, nachhaltiges Wachstum ermöglichen, sozialen Zusammenhalt und die europäische Identität stärken sowie Innovationen vorantreiben. Im Zentrum des Programms stehen dabei die Themen Inklusion und Diversität, Digitalisierung, politische Bildung und Nachhaltigkeit, die eng miteinander verbunden sind.

Videokonferenz mit Schüler*innen aus Portugal

Am 10. November 2020 hatten wir als Klasse E2AT im Englischunterricht bei Frau Gebhard eine Liveschaltung via Videokonferenz mit Schülerinnen und Schülern von INETE, unserer portugiesischen Partnerschule aus Lissabon.

Im Vorfeld bereiteten wir zum Austausch im Rahmen der „European Vocational Skills Week“ Fragen für unsere portugiesischen Partner vor, die sich mit dem Thema berufliche Ausbildung, Schule, Arbeit und den Auswirkungen der Pandemie auf Ausbildung und Leben befassten. Ebenso bekamen wir Fragen von den Portugiesen, die wir in kleineren Gruppen vorab bearbeiteten.

In der Videokonferenz wurde uns ermöglicht, uns gegenseitig diese Fragen zu stellen bzw. sie zu beantworten. Wir diskutierten auch die Unterschiede der beiden beruflichen Ausbildungssysteme und wie glücklich die einzelnen mit ihrer Ausbildungswahl inzwischen sind. Am Ende unserer Liveschaltung tauschten wir noch Kontaktdaten mit den Portugiesinnen und Portugiesen aus. Einzelne von uns stehen heute noch mit ihnen in Kontakt.

Alles in allem war es eine lustige Erfahrung für uns Schüler, da es während der Fragen tatsächlich zu richtigen Konversationen gekommen ist und wir auch viel gelacht haben. Die anfängliche Nervosität hatten wir schnell verloren und trotz der kleinen Späße zwischendurch war der Austausch sehr informativ. Wir haben erfahren, wie unterschiedlich die beruflichen Ausbildungen in Deutschland und Portugal doch sind und würden uns gerne wieder mit Schülerinnen und Schülern aus anderen Ländern austauschen.

(Die Schüler der Klasse E2AT)

Mit dem Erasmus+-Programm der Europäischen Union sollen Projekte im Bereich der allgemeinen und beruflichen Bildung im europäischen Kontext gefördert werden. Die Englisch-Lehrerinnen Kathrin Hüther und Elke Gebhard haben für die BNS1 ein mehrjähriges Projekt für die Weiterentwicklung des Unterrichts in der Berufsschule auf die Beine gestellt, das verschiedene Bausteine von Einzelfortbildungen bis zur Hospitation an einer französischen Schule beinhaltet. Insgesamt geht es uns darum, gemäß unserem Leitbild den Unterricht den modernen Entwicklungen anzupassen und aktuelle Lernmethoden zu integrieren. Das Projekt soll am Ende eine Schülerpartnerschaft ins Leben rufen.
Bereits 2017 ist es den beiden Projektleiterinnen gelungen, Fördermittel der EU für das Pilotprojekt innerhalb der Englischfachschaft im Schuljahr 2016-17 zu erlangen. Mit einer für unseren Bedarf sehr passgenauen Fortbildungsmaßnahme in Schottland für Englischlehrkräfte an beruflichen Schulen, an der aus der Fachschaft Englisch die beiden Projektteilnehmerinnen teilnahmen, konnten wir neben der Schulung der Fremdsprachenkenntnisse viele neue Methoden für den Fremdsprachenunterricht kennenlernen. Bei dieser Fortbildung waren die beiden Teilnehmerinnen insbesondere von dem Einsatz verschiedener e-Tools begeistert. Sie beschäftigten sich daneben mit effektiver Kommunikation, kontextuellem Spracherwerb und Differenzierung, was gerade im Berufsschulunterricht aufgrund von stark heterogener Klassen von großer Bedeutung ist. Auch der Ideenaustausch mit anderen Teilnehmern der Fortbildung war sehr bereichernd. Im Anschluss konnten Frau Hüther und Frau Gebhard in einem Workshop viele neue Impulse an ihre Englischkolleginnen und -kollegen der BNS 1 weitergeben und die Schülerinnen und Schüler durch die Umsetzung der Methoden im Unterricht motivieren.
Das Schuljahr 2017-18 ist als Planungsjahr für die Ausweitung des Projekts vorgesehen – die Antragstellung für das nächste Schuljahr ist im Februar 2018 erfolgt. Momentan findet eine Zusammenarbeit mit Lehrern aus der Englischfachschaft und der Metall- und Elektroabteilung statt. Der Fokus liegt nun auf der immer mehr voranschreitenden Digitalisierung des Unterrichts. Bezüglich dieses Bedarfs sind verschiedene Fortbildungen für die involvierten Lehrkräfte, unter anderem zum Einsatz von Tablets und interaktiven Whiteboards im Unterricht und die Hospitation mehrerer Lehrkräfte der BNS1 an einer französischen Schule geplant. Durch diese Maßnahmen können wir die Schüler auf die Anforderungen des Arbeitsmarktes optimal vorbereiten.
Kathrin Hüther & Elke Gebhard, 01.03.2018