Farbtechnik

Ausbildungsdauer: 3 Jahre

Im Berufsfeld Farbtechnik und Raumgestaltung bilden wir an der Balthasar-Neumann-schule 1 in den Ausbildungsberufen Fahrzeuglackierer (m/w/d) und  Maler (m/w/d) und Lackierer (m/w/d) aus.

Grundstufe (1.Ausbildungsjahr)

Im Bruchsaler Bereich der Malerinnung Mittelbaden erfolgt die theoretische und praktische Grundausbildung verbindlich in der Einjährigen Berufsfachschule Farbtechnik und Raumgestaltung (1BFF), wobei die Schülerinnen und Schüler einen Tag pro Woche im Betriebspraktikum verbringen.

Der erfolgreiche Abschluss dieser Vollzeitschule kann im ganzen Berufsfeld als 1. Ausbildungsjahr angerechnet werden.

 

Fachstufen Berufsschule (2. und 3. Ausbildungsjahr)

Nach dem erfolgreichen Besuch der 1BFF schließt sich die Fachstufenausbildung des 2. und 3. Ausbildungsjahres in getrennten Fachklassen für Maler und Lackierer/innen oder Fahrzeuglackierer/innen an.

Die Ausbildung erfolgt im dualen System. Die dualen Partner sind neben der Berufsschule, der Ausbildungsbetrieb sowie das überbetriebliche Ausbildungszentrum (der Handwerkskammer Karlsruhe).

Der Unterricht erfolgt an einem bzw. 14-tägig an 2 Unterrichtstagen pro Woche. Am Ende der 3-jährigen Ausbildung seht die Berufsschulabschlussprüfung sowie die Gesellenprüfung vor dem Prüfungsausschuss der Handwerkskammer Karlsruhe.

In Sonderfällen ist auch eine zweijährige Ausbildung (1BFF und ein Jahr Fachstufenausbildung) zur/zum „Bauten- und Objektbeschichter/in“ möglich.

Um den Anforderungen im Berufsalltag besser gerecht zu werden, wird der Unterricht heute nicht mehr in den traditionellen Fächern wie Fachkunde, Fachrechnen und Gestaltung organisiert, sondern ist in Form von 12 fächerübergreifenden Lernfeldern strukturiert. Die Lernfelder leiten sich aus den relevanten Tätigkeitsfeldern der jeweiligen Berufe ab. Im Lernfeld 1 geht es beispielsweise um die Bearbeitung metallischer Untergründe und im Lernfeld 2 um die Bearbeitung nichtmetallischer Untergründe.

Im Mittelpunkt des schulischen Lernens stehen die Kundenaufträge, berufs- und arbeitstypische Aufgaben, die die Schüler weitestgehend selbsttätig lösen und dabei die notwendigen beruflichen Handlungskompetenzen erwerben sollen.

Dementsprechend erfolgt die Benotung mit Ausnahme der allgemeinbildenden Fächer durch folgende Kompetenznoten: berufsfachliche Kompetenz, Projektkompetenz und berufspraktische Kompetenz. Die berufsfachliche Kompetenz soll die technologischen, mathematischen, gestalterischen und technisch-praktischen Leistungen eines Schülers widerspiegeln. Die Projektkompetenz bewertet seine Zuverlässigkeit, Teamfähigkeit, Umgangsformen, selbstständige Arbeitsorganisation und den Umgang mit Informationsmitteln. Die berufspraktische Kompetenznote wird nur in der Einjährigen Berufsfachschule vergeben und bewertet die fachpraktische Umsetzung konkreter Arbeitsaufgaben des jeweiligen Kundenauftrages.

Es steht in keinem Lehrplan und in keiner Prüfungsordnung, aber schon seit nunmehr 35 Jahren gestalten die Schülerinnen und Schüler der Einjährigen Berufsfachschule Farbtechnik zum Schuljahresende ein gemeinnütziges Abschlussprojekt. 

Damit leisten sie einerseits wertvolle Arbeit für soziale, karikative oder kirchliche Einrichtungen, andererseits können die Schülerinnen und Schüler in einer praxisnahen Situation auch zeigen, was sie im Laufe des Schuljahres gelernt haben. 

Der Kundenauftrag wird klar umrissen. Teamarbeit, Projekt- und Sozialkompetenzen sind hierbei gefragt. Denn die angehenden Lehrlinge müssen „ihre Baustelle“ weitestgehend selbst planen und organisieren. Der Arbeitsablauf, die Material- und Werkzeugauswahl sind festzulegen, der Materialbedarf ist zu berechnen und die Aufteilung der Arbeiten muss vorgenommen werden. Der Bogen bisher durchgeführter Projekte reicht von der Renovierung und Gestaltung verschiedener Kapellen, AWO-Begegnungsstätten, Wanderheimen der Naturfreunde, Kindergärten, Altenheimen über Verschönerungen von Schulhöfen bis hin zu Instandsetzungs-, Umlackier- und Beschriftungsarbeiten von DRK-,THW- und Feuerwehrfahrzeugen

Das Verhältnis zwischen der Schule den an der Ausbildung beteiligten Betrieben und der Innung ist von jeher durch ein vertrauensvolles Miteinander geprägt. Auch nach der Fusion der Bruchsaler mit der Karlsruher Innung zur Maler- und Lackiererinnung Mittelbaden/Nord im Jahre 2007 besteht diese enge Zusammenarbeit fort. Ein Zeichen dafür ist die Durchführung sämtlicher praktischer Zwischen- und Abschlussprüfungen sowohl für Maler und Lackierer als auch die Fahrzeuglackierer in den Werkstätten unserer Schule.

Nancy Kraemer
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Telefon: 0721/936-60423